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Zahl der Schmuggelzigaretten steigt!

Pressemitteilung vom 12. Februar 2009

Jede fünfte Zigarette in
Deutschland ist eine illegale!

Der Deutsche Zigarettenverband stellte heute die aktuellen Zahlen zum Thema Schmuggelzigaretten vor. Und diese Zahlen sind alarmierend!

Dazu DZV-Geschäftsführerin Marianne Tritz: Inzwischen ist jede fünfte Zigarette die bei uns konsumiert wird, nicht in Deutschland versteuert!“ In der Hauptstadt Berlin sind die Zahlen noch dramatischer. Tritz: „Hier ist es mittlerweile jede zweite Zigarette!“

Seit August 2004 werden in mehr als 22 repräsentativ ausgewählten Entsorgungsgebieten des Dualen Systems Deutschland monatlich insgesamt 12.000 Zigarettenschachteln gesammelt (mindestens 500 Schachtel pro Entsorgungsstation). Der Anteil der nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten liegt derzeit bei knapp 20 Prozent (19,9 Prozent). In Ostdeutschland sind die Werte seit 2005 kontinuierlich gestiegen (aktuell: 39,7 Prozent, plus 3,6 Prozent gegenüber 2007). Im Vergleich: Westdeutschland: 13,8 Prozent. Der Deutsche Zigarettenverband geht davon aus, dass 2008 ca. 22,5 Milliarden unversteuerte Zigaretten geraucht worden sind. Dies bedeutet ein Schaden von vier Milliarden Euro. Im letzten Jahr wurden in Deutschland insgesamt rund 89 Milliarden Zigaretten legal verkauft. (2007: knapp 91,5 Mrd.).

Bei allen Entscheidungen, die die Zigarettenindustrie betreffen, appelliert der Deutsche Zigarettenverband an die Bundesregierung, dabei immer auch die Folgen des Handelns zu berücksichtigen. Es reicht eben nicht aus, nur die Preise für Zigaretten – wie es die Drogen – und Suchtbeauftragte der Bundesregierung ständig fordert - zu erhöhen. Das bedeutet zwangsläufig, dass der Konsument mehrheitlich auf Schmuggelzigaretten ausweicht. Die verschiedenen Tabaksteuerhöhungen der letzten Jahre haben dies bewiesen.

Der Deutsche Zigarettenverband fordert von der Bundesregierung im Kampf gegen den Schmuggel nicht nachzulassen und beispielsweise die Kontrollen im grenznahen Inland noch zu erhöhen. Ein hilfreiches Mittel wäre die mittelfristige Angleichung der Tabaksteuersätze in der Europäischen Gemeinschaft. Um die vielen, gemeinsamen Bemühungen von Politik, Ministerien, Zoll, Industrie und Handel der vergangenen Jahre zur Eindämmung dieses wachsenden Problems nicht zu konterkarieren, warnen der DZV und seine Mitgliedsunternehmen allerdings davor, die bereits heute existierenden teils eklatanten Preisdifferenzen zu angrenzenden Staaten durch Steuererhöhungen wie in den Jahren zwischen 2003 und 2005 noch weiter zu vergrößern.