Die "LIP" Zigarette kommt
Das Zauberwort heißt „LIP“. Dahinter verbirgt sich die Bezeichnung „Lower Ignition Propensity“. Was nichts anderes bedeutet als „vermindertes Zündpotential“ bei Zigaretten. Denn nur noch solche sollen ab dem 17. November 2011 verkauft werden. Was aber verbirgt sich hinter den „LIP“-Zigaretten?
Bereits in 2008 hat die Europäische Union im Rahmen der Brandschutzanforderungen eine gemeinschaftliche Regelung für Zigaretten beschlossen. In den Ausführungen dazu heißt es: „Zigaretten sind als solche gefährlich, da sie Hitze erzeugen und ein brennbares Material enthalten, das über die gesamte Zigarettenlänge abbrennt. Zu den Risiken im Zusammenhang mit angezündeten und dann achtlos abgelegten und unbeaufsichtigten Zigaretten gehören Brände mit Todesfolge, Verletzungen und Sachschäden“. In der EU geht man von jährlich rund 1000 solcher Unfälle aus. Die bei den Herstellern am weitesten verbreitete Methode zur Erfüllung des LIP-Standards ist eine ringförmige Verstärkung des Zigarettenpapiers an mehreren Stellen. Die Verstärkung bewirkt, dass die Glut an diesen Stellen mit weniger Sauerstoff versorgt wird und dann die Zigarette von selbst verlöscht.
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