THEMEN | Jugendschutz im Handel

Kampagne "Tabakprodukte | E-Zigaretten nur ab 18"

Ab Dezember online: Neues e-learning-Programm zum Jugendschutz
 

Nachdem der DZV in diesem Jahr bislang 500.000 Jugendschutz-Aufkleber „Tabakwaren/E-Zigaretten nur ab 18“ im Handel verteilt hat, werden die Jugendschutz-Aktivitäten weiter intensiviert. Ab Mitte Dezember 2018 ist das webbasierte Schulungsprogramm „Jugendschutz im Tabakwaren- und E-Zigaretten-Handel“ unter www.jugendschutz-handel.de online, um Verkäuferinnen und Verkäufer bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nachhaltig zu unterstützen.

Das multimediale Lernprogramm bietet zahlreiche Praxisbeispiele und Argumentationshilfen im Umgang mit jungen Kunden, die Tabakprodukte oder e-Zigaretten käuflich erwerben wollen. Das e-learning-Tool beinhaltet alles Wissenswerte zu den gesetzlichen Vorgaben und hilft so bei der konsequenten Umsetzung des Jugendschutzes im Einzelhandel. Das ca. 20minütige Training kann zeitlich und räumlich flexibel sowohl auf dem PC als auch auf mobilen Endgeräten absolviert werden. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss sein persönliches Zertifikat. Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben stehen zudem als Ausdruck für den Laden zum Download bereit. Das e-learning-Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband des eZigarettenhandels (VdeH) erarbeitet.

Kinder und Jugendliche in Deutschland konsumieren immer seltener Tabakprodukte. Seit 2001 ist ein kontinuierlicher Rückgang des Anteils von Kindern und Jugendlichen, die rauchen, um mittlerweile mehr als 20 Prozentpunkte auf zuletzt nur noch 7,4 Prozent in 2016 zu verzeichnen (Quelle: BZgA).

Zigaretten gehören nicht in die Hände von Minderjährigen.

Dieses gesamtgesellschaftliche Anliegen wird am besten durch die strikte Einhaltung und strenge Kontrolle des Abgabeverbots von Tabakwaren an unter 18-Jährige erreicht. Als Herstellerverband stellt sich der DZV dieser Verantwortung und möchte den Handel künftig noch intensiver unterstützen, der durch den täglichen Kundenkontakt eine Kernfunktion bei der Durchsetzung des Abgabeverbots von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren einnimmt.

Auch für e-Zigaretten gelten seit 2016 die gleichen jugendschutzrechtlichen Bestimmungen wie für traditionelle Tabakprodukte, der Verkauf an Kinder und Jugendliche ist verboten. Die strenge Kontrolle des Mindestabgabealters beim Verkauf von e-Zigaretten ist ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung dieses noch jungen Marktsegments. Für erwachsene Raucherinnen und Raucher stellen e-Zigaretten eine interessante Alternative dar, was sich auch in der dynamischen Marktentwicklung widerspiegelt. Der konsequente Jugendschutz ist eine Grundvoraussetzung, um die allgemeine Akzeptanz der e-Zigarette weiter zu stärken und diesen positiven Trend fortsetzen zu können.

 


Genuss braucht Reife - Unser Engagement

Wir wollen nicht, dass Kinder und Jugendliche rauchen. Nur informierte Erwachsene sind in der Lage, mögliche gesundheitliche Risiken des Rauchens für sich abzuwägen und eine bewusste Entscheidung für oder gegen den Konsum von Tabakerzeugnissen zu treffen.

Hersteller und Händler stehen hier gleichermaßen in der Verantwortung: Der Jugendschutz ist eine gemeinsame Verpflichtung. Die Nichtverfügbarkeit von Tabakwaren für Minderjährige ist der Schlüssel für einen wirkungsvollen Jugendschutz.

Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) und seine Mitgliedsunternehmen stellen sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung und setzen sich für eine konsequente und wirkungsvolle Durchsetzung des Abgabealters von 18 Jahren für Tabakwaren ein.

Der Deutsche Zigarettenverband und seine Mitgliedsunternehmen begrüßen die Neufassung des Jugendschutzgesetzes von September 2007. Darin wurden die Abgabe und der Konsum von Tabakwaren für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Der Deutsche Zigarettenverband und seine Mitgliedsunternehmen unterstützen den Handel darin, die gesetzlichen Regelungen konsequent anzuwenden und umzusetzen. Dies geschieht beispielsweise durch die Versorgung des Handels mit kostenlosen Jugendschutz-Aufklebern"Tabakprodukte | E-Zigaretten nur ab 18" sowie - ab Mitte Dezember - mit dem neuen e-learning-Programm.

Durch die konsequente Einhaltung des DZV-Werbekodex stellen die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Zigarettenverbandes zudem sicher, dass sich sämtliche Marketing- und Werbeaktivitäten ausschließlich an erwachsene Raucher richten. Dies bedeutet in der Praxis beispielsweise, dass im direkten Umfeld von Schulen und Jugendzentren nicht auf Außenplakaten geworben wird, grundsätzlich keine Models unter 30 Jahren abgebildet werden und keine Werbemittel zum Einsatz kommen, die in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche interessant sein könnten.

 

Hinweise für den Handel

 

Mit der Anbringung der „Tabakprodukte | E-Zigaretten nur ab 18“ - Aufkleber an Tür oder Fenster signalisiert der Händler seinen Kunden und der Öffentlichkeit, dass in seinem Geschäft der Jugendschutz strikt eingehalten wird. Dass die vielen Händler in Deutschland dieser Verpflichtung so verantwortungsbewusst nachkommen und auch ihre Mitarbeiter fortlaufend sensibilisieren, stärkt nicht nur den Jugendschutz. Zugleich wird die gewissenhafte Einhaltung von anderen Kunden erfahrungsgemäß honoriert. Jugendschutz rechnet sich also – ganz unabhängig von drohenden Bußgeldern bis zu 50.000 Euro bei Zuwiderhandlungen.

Die sicherste Garantie für den Jugendschutz ist und bleibt die Vorlage des Ausweises. Die Aufkleber bereiten jüngere Erwachsene darauf vor, ihr Alter nachweisen zu müssen und halten Minderjährige davon ab, im Laden überhaupt nach Tabakwaren zu verlangen. Der Vorteil für Händler und die Angestellten: Sie sind den häufig damit verbundenen Diskussionen und Überredungsversuchen weniger ausgesetzt.

Die Verantwortung für den Jugendschutz geht über das Einhalten von Gesetzen hinaus. Damit sich auch nichtrauchende Kunden, Eltern und Kinder im Geschäft wohlfühlen, sollten Tabakwaren und jugendaffine Artikel strikt voneinander getrennt werden. So wird verhindert, dass der Kaufanreiz von Tabakwaren für Kinder und Jugendliche geweckt wird. Wir empfehlen, zum Beispiel Schulbedarf, Jugendzeitschriften, Süßwaren und Spielwaren nicht direkt neben den Tabakwaren zu platzieren. Zugleich sollte auch im Schaufenster nicht gleichzeitig für Tabakwaren und beispielsweise Schulbedarf geworben werden.