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Einnahmen aus der Tabaksteuer

Die Tabaksteuer ist nach der Mineralölsteuer die ertragreichste Verbrauchsteuer. 2017 betrugen die Netto-Einnahmen der Tabaksteuer nach Banderolenbezug rund 14,4 Mrd. Euro (+1,4% zu 2016).
Die über die Zigarette erzielte Steuer macht mit fast 12,4 Mrd. Euro den Hauptanteil bei den Tabaksteuereinnahmen aus (86,0%).

Die letzten Jahre waren von regulativen Eingriffen in den Zigarettenmarkt durch die Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie geprägt. Der Rückgang von über 725 Mio. Euro in 2016 ist im Wesentlichen durch die gesetzlich vorgeschriebene Umstellung des Mindestpackungsinhalts von 19 auf 20 Stück bei Zigaretten zum Jahreswechsel 2015/2016 beeinflusst. Hinzu kamen die seit Mai 2016 aufgedruckten Schockbilder auf den Packungen. Im Vorfeld dieser Umstellungen kam es zu einem technisch bedingten erhöhten Bezug von Steuerzeichen zum Ende des Jahres 2015 und damit zu höheren Steuereinnahmen. 2017 zeichnen sich die Tabaksteuereinnahmen durch Stabilität aus.

Planbare kleinere Steuerschritte haben bisher aufgezeigt, dass damit höhere und stabilere Einnahmen aus der Tabaksteuer zu erzielen sind. Die fünfstufige Tabaksteuererhöhung ist 2015 ausgelaufen. 2016 war das erste Jahr, in dem die Regelsteuersätze bei Zigarette und Feinschnitt nicht erhöht wurden, lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststeuer wird bei der Zigarette jährlich zum 15. Februar angepasst.