Jugendschutz


Wir wollen nicht, dass Kinder und Jugendliche rauchen.

Kinder- und Jugendschutz hat für den Deutschen Zigarettenverband (DZV) als Herstellerverband oberste Priorität.

Im Bewusstsein der besonderen Verantwortung der Hersteller von Tabakprodukten hat der Deutsche Zigarettenverband für seinen Bereich Wettbewerbsregeln für die Vermarktung von Tabakprodukten aufgestellt, die der Sicherung eines lauteren und leistungsgerechten Wettbewerbs dienen und zugleich den allgemein bekannten Gesundheitsrisiken des Rauchens Rechnung tragen. Verbraucheraufklärung über die Risiken des Rauchens und der Schutz von Kindern und Jugendlichen sind ein gemeinsames Anliegen von Staat und Herstellern. Daher unterliegt Tabakwerbung in Deutschland Beschränkungen, die sich aus gesetzlichen Vorgaben sowie freiwilligen Selbstbeschränkungen der Industrie ergeben. Bereits 1966 haben sich die Zigarettenhersteller erstmals einer Selbstkontrolle in Bezug auf ihre Werbung unterworfen. Seitdem sind die freiwilligen Selbstbeschränkungen mehrfach ergänzt und inhaltlich weiterentwickelt worden. Der zuletzt 2017 aktualisierte und vom Bundeskartellamt anerkannte Werbekodex verpflichtet die Mitgliedsfirmen bei der Vermarktung von Tabakprodukten zur Einhaltung bestimmter selbstauferlegter Beschränkungen.

Kinder und Jugendliche sind nicht in der Lage, die Risiken des Rauchens richtig zu beurteilen. In Ergänzung zum gesetzlichen Abgabeverbot an Minderjährige untersagt der Werbekodex jegliche Marketingaktivitäten, die sich an Kinder und Jugendliche richten oder die Risiken des Rauchens verharmlosen. Die Entscheidung für oder gegen den Tabakgenuss sollte ausschließlich von informierten Erwachsenen, die sich der Gesundheitsrisiken bewusst sind, getroffen werden. Der Werbekodex unterstreicht die besondere Verantwortung der Tabakunternehmen für Konsumenten und Gesellschaft und verpflichtet die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Zigarettenverbandes zur Einhaltung zahlreicher Bestimmungen.

Unseren Werbekodex finden Sie hier. Auf Wunsch senden wir Ihnen auch ein Flyer per Post zu.

DZV-Position zum Jugendschutz

Der Deutsche Zigarettenverband und seine Mitglieder als Hersteller von Tabakprodukten sind sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst und

•    treten für die strikte Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen im Handel durch konsequente Ausweiskontrollen bei jungen Kunden ein,
•    unterstützen Selbstregulierungsmaßnahmen, die gesetzestreues Verhalten fördern – z. B. Kassensysteme mit Alarmfunktion für jugendschutzrelevante Produkte und
•    unterstützen eine freiwillige Selbstbeschränkung und Kontrolle hinsichtlich des Marketings von Tabakprodukten.

Kinder und Jugendliche sind nicht in der Lage, die Risiken des Rauchens richtig zu beurteilen. Neben dem konsequenten Abgabeverbot von Tabakprodukten an Kinder und Jugendliche dürfen sich daher nach dem DZV-Werbekodex sämtliche Marketingaktivitäten unserer Mitgliedsunternehmen nicht an Kinder und Jugendliche richten.

Kinder und Jugendliche in Deutschland konsumieren immer seltener Tabakprodukte. In den vergangenen 15 Jahren ging die Quote der Raucher unter den Zwölf- bis 17-Jährigen von 28 Prozentpunkte auf aktuell nur noch 7 Prozent zurück (Quelle: BZgA). Ein erfreuliches Ergebnis durch Präventions- und Informationskampagnen, die teils von unseren Mitgliedsunternehmen selbst gestartet wurden. Das ist der bislang niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung Ende der 1970er-Jahre durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

§ 10 Jugendschutzgesetz (Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren) regelt:

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.
(2) In der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren nicht in Automaten angeboten werden. Dies gilt nicht, wenn ein Automat
1. an einem Kindern und Jugendlichen unzugänglichen Ort aufgestellt ist oder
2. durch technische Vorrichtungen oder durch ständige Aufsicht sichergestellt ist, dass Kinder und Jugendliche Tabakwaren nicht entnehmen können.

Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) und seine Mitgliedsfirmen begrüßen § 10. Dieses Gesetz unterstützt unsere Auffassung, dass das Rauchen eine bewusste Entscheidung informierter Erwachsener sein muss. Unsere Mitgliedsunternehmen halten ihre Handelspartner dazu an, diese Regelungen strikt einzuhalten. Für den Deutschen Zigarettenverband (DZV) und seine Mitgliedsunternehmen gilt Jugendschutz auch im Internet. Minderjährige dürfen auch online keinen Zugang zu Tabakwaren erhalten.

Kampagne für den Handel "Tabakprodukte | E-Zigaretten nur ab 18"

Zigaretten gehören nicht in die Hände von Minderjährigen. Dieses gesamtgesellschaftliche Anliegen wird am besten durch die strikte Einhaltung und strenge Kontrolle des Abgabeverbots von Tabakwaren an unter 18-Jährige erreicht. Als Herstellerverband stellt sich der DZV dieser Verantwortung und unterstützt den Handel intensiv, der durch den täglichen Kundenkontakt eine Kernfunktion bei der Durchsetzung des Abgabeverbots von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren einnimmt.

Auch für e-Zigaretten gelten seit 2016 die gleichen jugendschutzrechtlichen Bestimmungen wie für traditionelle Tabakprodukte, der Verkauf an Kinder und Jugendliche ist verboten. Die strenge Kontrolle des Mindestabgabealters beim Verkauf von e-Zigaretten ist ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung dieses noch jungen Marktsegments. Für erwachsene Raucherinnen und Raucher stellen e-Zigaretten eine interessante Alternative dar, was sich auch in der dynamischen Marktentwicklung widerspiegelt. Der konsequente Jugendschutz ist eine Grundvoraussetzung, um die allgemeine Akzeptanz der e-Zigarette weiter zu stärken und diesen positiven Trend fortsetzen zu können.


Jugendschutz-Aufkleber für den Handel

2018 hat der DZV mehr als 500.000 neue Jugendschutz-Aufkleber „Tabakwaren/E-Zigaretten nur ab 18“ kostenfrei im Handel verteilt.

Mit der Anbringung der Aufkleber signalisiert der Händler seinen Kunden und der Öffentlichkeit, dass in seinem Geschäft der Jugendschutz strikt eingehalten wird. Dass die vielen Händler in Deutschland dieser Verpflichtung so verantwortungsbewusst nachkommen und auch ihre Mitarbeiter fortlaufend sensibilisieren, stärkt nicht nur den Jugendschutz. Zugleich wird die gewissenhafte Einhaltung von anderen Kunden erfahrungsgemäß honoriert. Jugendschutz rechnet sich also – ganz unabhängig von drohenden Bußgeldern bis zu 50.000 Euro bei Zuwiderhandlungen.

Die sicherste Garantie für den Jugendschutz ist und bleibt die Vorlage des Ausweises. Die Aufkleber bereiten jüngere Erwachsene darauf vor, ihr Alter nachweisen zu müssen und halten Minderjährige davon ab, im Laden überhaupt nach Tabakwaren zu verlangen. Der Vorteil für Händler und Angestellte: Sie sind den häufig damit verbundenen Diskussionen und Überredungsversuchen weniger ausgesetzt.

Die Verantwortung für den Jugendschutz geht über das Einhalten von Gesetzen hinaus. Damit sich auch nichtrauchende Kunden, Eltern und Kinder im Geschäft wohlfühlen, sollten Tabakwaren und jugendaffine Artikel strikt voneinander getrennt werden. So wird verhindert, dass der Kaufanreiz von Tabakwaren für Kinder und Jugendliche geweckt wird. Wir empfehlen, zum Beispiel Schulbedarf, Jugendzeitschriften, Süßwaren und Spielwaren nicht direkt neben den Tabakwaren zu platzieren. Zugleich sollte auch im Schaufenster nicht gleichzeitig für Tabakwaren und beispielsweise Schulbedarf geworben werden.

Die Aufkleber werden in drei verschiedenen Größen geliefert und eignen sich so für die Anbringung an Tür, Fenster, Kasse und/oder Regal. Bestellmöglichkeiten über diesen Link.

 


Schulungsprogramm zum Jugendschutz im Handel

Seit Januar 2019 ist das webbasierte Schulungsprogramm „Jugendschutz im Tabakwaren- und E-Zigaretten-Handel“ des DZV online.

Damit unterstützen wir den Handel und besonders Verkäuferinnen und Verkäufer kostenfrei bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Das multimediale Lernprogramm bietet Praxisbeispiele und Argumentationshilfen im Umgang mit jungen Kunden, die Tabakprodukte oder e-Zigaretten käuflich erwerben wollen. Das Programm beinhaltet alles Wissenswerte zu den gesetzlichen Vorgaben und hilft so bei der konsequenten Umsetzung des Jugendschutzes im Einzelhandel. Das ca. 20minütige Training kann zeitlich und räumlich flexibel absolviert werden. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss sein persönliches Zertifikat. Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben stehen zudem als Ausdruck für den Laden zum Download bereit.

Deutschland

  • Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens vom 20. Juli 2007 (PDF)
  • Jugendschutzgesetz - Stand: 03. März 2016 (PDF)
  • Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder (PDF)
  • KJM (Kommission für Jugendschutz in den Landesmedienanstalten) Link
  • Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen for den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas (PDF)